Louis XIV Armsessel, südliche Niederlande

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Name
Louis XIV Armsessel, südliche Niederlande
Maße
Height: 125 cm, Width: 75 cm, Depth: 77 cm
Referenz
KOLA1008
Techniken
Geschnitzt
Farben
Beige, Braun, Orange
Materialien
Nussholz; Traversen aus Buchenholz; Seidendamast
Stile
Louis XIV Empire
Epochen
17. Jahrhundert ca. 1690 Antik
Herkunft und Epoche
Gasthuiszusters Augustinessen, Turnhout, Belgien Privatsammlung, Belgien
Beschreibung

Die S-Voluten-förmigen Beine sind mit einem geschnitzten Relief aus Blatt- und Blumenmotiven verziert. Den Nodus am untersten Teil der Beine schmückt ein Kranz aus Blättern. Die vier Beine sind durch profilierte, abgeknickte Traversen verbunden, die in der Mitte eine Rosette mit Blatt- und Blütenmotiven aufweisen. Die Armlehnen sind am Rücken mit Verbindungen verziert mit Rosetten versehen. Die Lehnen ruhen auf S-Voluten-förmigen Stützen und sind mit einem Relief aus geschnitzten Blättern und Blumen dekoriert.

Dieser Stuhl verkörpert den Stil von Daniel Marot. Die sanft fließenden Armlehnen und die geschwungenen Beine, die das voll entwickelte Cabriole-Bein vorwegnehmen, sind bezeichnend für das Design im Stil von Marot. Die Beine und die Armlehnen des Stuhls sind manieristisch geformt. Das Ohrmuschelornament, das so genannt wird, weil seine gewundenen Formen angeblich denen des menschlichen Ohrs ähneln, tauchte in den 1660er und 1670er Jahren an englischen und holländischen Stühlen auf und entwickelte sich zu den hier zu sehenden typischen gewundenen Verzierungen, die auch als Schweifwerk bekannt sind.

Im siebzehnten Jahrhundert erreichte Holland den Höhepunkt seines außergewöhnlichen Wohlstandes. Sein internationales Handelsimperium verschaffte ihm nicht nur einen größeren materiellen Reichtum als vielleicht jedem anderen europäischen Land jener Zeit, sondern gab seinen Künstlern und Handwerkern auch die Möglichkeit, mit ausländischen Entwürfen, Materialien und Techniken in Kontakt zu kommen. Es war eine Zeit ungekannten Wohlstands, und mit dem zunehmenden Reichtum blühten auch die Künste auf.

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